Corona-Krise

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Home Office in Zeiten der Corona-Krise

on 20. März 2020

Durch die Corona-Krise kommen viele Arbeitnehmer erstmals in die Situation eines Home Office. Für uns als Berater ist ein Home Office oder Client Office nichts ungewöhnliches. Wir sind darauf vorbereitet und können uns in den meisten Fällen schnell auf die neue Situation einstellen. Damit auch Sie effizient durch die Corona-Krise durchkommen, hier einige Tipps für den Alltag im Home Office:

Organisatorische Tipps:

1. Nicht verlodern

Home Office ist ein Büro, nur an einem anderen Ort, nähmlich Zuhause. Der Alltag sollte also ähnlich ablaufen, als wenn man ganz regulär zur Arbeit gehen würden. Eine Routine hilft später wieder einfacher in den regulären Arbeitsalltag zu kommen.

2. Tagesplan erstellen

Ein Tagesplan hilft dabei, fokussiert zu bleiben und sich nicht ablenken zu lassen.

3. Arbeitsplatz gestalten

In Abhängigkeit der verfügbaren Räumlichkeiten sollte ausreichend Platz für die Arbeit zur Verfügung stehen.

4. Pausen berücksichtigen

Es ist wichtig, in den Tagesablauf regelmäßige Pausen einzubauen. Essen am Rechner ist ungesund. Ebenso leidet die Konzentration darunter.

5. Sozialer Austausch

Sozialer Austausch bei der Arbeit ist sehr wichtig. Auch in der Corona-Krise muss nicht darauf verzichtet werden. Statt eines direkten Austauschs werden andere Kommunikationswege genutzt, um sich über die wichtigen Arbeitsthemen auszutauschen. Beispielsweise kann man einen gemeinsamen Kaffee-Chat mit den Kollegen/-innen organisieren. Das darf natürlich nicht Überhand gewinnen (siehe Ziffer 2 Tagesplan).

Technische Tipps:

1. Nach Möglichkeit keine private Hardware (z.B. Laptop) verwendet.

Üblicherweise ist die private Hardware weniger abgesichert als untetrnehenseigene. Die Benutzung der privaten Hardware kann zum Einfalltor für Maleware in das Unternehmensnetzwerk werden. Wenn schon private Hardware verwendet wird, muss sichergestellt werden, dass alle wichtigen Updates installiert sind. Auch auf der Unternehmensseite müssen entsprechende Massnahmen getroffen werden.

2. Kein Datentransport über USB-Stick

Am Beispiel des Kammergerichts in Berlin ist erkennbar welche Auswirkung schlechtes Informationssicherheitsmanagement führt. Nach einer Attake durch den Trojaner Emotet war das Kammergericht Berlin über sechs Monate offline. Der Trojaner wurde durch die Bearbeitung von sensiblen Daten (Gerichtsakten) am privaten Rechner sowie den Transport der geänderten Daten über ein USB-Stick verursacht.

3. VPN verwenden

Statt dessen sollte remote im Unternehmensnetzwerk gearbeitet werden. Die technischen Maßnahmen müssen diesbezüglich auch auf der unternehmerischen Seite eingerichtet werden.

4. Multi-Faktor-Authentifizierung

Wo nur möglich, sollte zwei-Faktor Authentifizierung aktiviert werden. Wenn das nicht möglich ist, müssen starke Passwörter eingesetzt werden.

5. Vorsicht vor Phishing-Nachrichten

Kriminelle nutzen allzu gerne Krisen, um ihre Angriffe durchzuführen. Dabei verwenden Sie eben solche Stichworte, die für anderen Zwecke (z.B. Information der Bevölkerung) angedacht sind. Phishing Nachrichten sind beispielsweise durch Rechtschreibfehler im Text, ungewöhnliche Bitte eines Unbekannten oder kleine Unterschiede der Absenderadresse erkennbar. Dennoch sind die Techniken zunehmend besser.

6. Rechner sperren

Nicht nur im Büro, sondern auch Zuhause sollte der Rechner gesperrt werden, wenn er nicht in Benutzung ist.


Hier noch die Empfehlung vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI): Massnahmen


Hier die Empfehlungen der Europäischen Agentur für Cybersicherheit (ENISA): Massnahmen (Englisch)


Kontaktieren Sie mich gerne bei Fragen und Anregungen.

Tomasz Lawicki, Leiter Arbeitskreis "Stand der Technik"

Tomasz Lawicki

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